Kostenträger Gesetzliche Krankenversicherung

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, als gesetzlich Krankenversicherter Ihr Kind in der Klinik Walstedde behandeln zu lassen. Hierfür sollte vorab ein Bewilligungsantrag gestellt werden, der von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) als Einzelfall entschieden wird.

Gerne sind wir hierbei und auch bei der Erstellung eines Kostenvoranschlags behilflich.

Sollte Ihre GKV die Aufnahme und Behandlung in unserer Klinik ablehnen, können Sie sich für das sog. "Kostenerstattungsverfahren" und freie Klinikwahl entschließen.

Kostenerstattungsverfahren

Im Rahmen des sogenannten Kostenerstattungsverfahrens ist eine Kostenübernahme der GKV möglich.

Rechtsgrundlage ist §13 Abs. 2 SGB V. Danach können versicherte Patienten auch das sogenannte „Kostenerstattungsverfahren“ für einen Zeitraum von mindestens einem Kalendervierteljahr (3 Monate) wählen. Die Rechnung der Klinik Walstedde wird direkt an den Patienten gerichtet. Der Rechnungsbetrag wird nach Einreichung bei der GKV durch diese an den Versicherten erstattet.

Die Krankenkasse sollen die Zustimmung dazu erteilen, wenn

  • medizinische und soziale Gründe eine Inanspruchnahme dieser Leistung rechtfertigen und
  • eine gleichwertige Versorgung gewährleistet ist.

Patienten, die die Möglichkeit einer Behandlung in einer Privatklinik nutzen wollen, haben daher vor dem Aufenthalt zunächst ihre gesetzliche Krankenkasse darüber zu informieren, dass sie für mindestens drei Monate, und beschränkt auf den stationären Bereich, das Verfahren der Kostenerstattung wählen möchten. Diese Wahl gilt dann innerhalb des genannten Zeitraumes für jede stationäre Behandlung, das heißt, z. B. auch für die Behandlung einer Verletzung in einem Unfallkrankenhaus.

Welche Kosten werden im Kostenerstattungsverfahren getragen?

Die GKV erstatten Patienten die Kosten, die auch bei einem Aufenthalt in einem Vergleichskrankenhaus der Maximalversorgung in Wohnortnähe entstanden wären.

Vorgehensweise und Informationen zur Kostenerstattung

1. Patienten wird empfohlen, zunächst einen formlosen Brief unter Nennung der Versichertennummer an seine gesetzliche Krankenversicherung zu senden. In dem Schreiben wird die Versicherung um eine schriftliche Genehmigung einer stationären Behandlung in einer privaten psychiatrischen Klinik (bei Wahl des Kostenerstattungsverfahrens nach §13 Abs. 2 SGB V oder aufgrund individueller Regelungen der entsprechenden Krankenkasse) gebeten.

2. Sie benötigen von dem behandelnden Arzt des Patienten (einem Facharzt für Psychiatrie, Neurologie oder psychosomatische Medizin und Psychotherapie) eine Krankenhauseinweisung (Verordnung einer Krankenhausbehandlung). Diese muss folgende Dokumente enthalten:

  • eine vorläufige Diagnose (F-Diagnose(n) nach ICD-10),
  • die Aussage, dass eine ambulante Behandlung zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausreichend ist,
  • den Namen der Wunschklinik, in die der Patient eingewiesen werden möchte.

3. Sollte die Krankenversicherung einen Kostenvoranschlag für eine Behandlung benötigen, kann dieser jederzeit von der Klinik Walstedde erstellt werden.

4. Im Rahmen der Genehmigung der Behandlung in der privaten Wunschklinik wird die Krankenkasse dem Patienten auch mitteilen, in welchem Umfang die Kosten der Behandlung erstattet werden, ob ein Verwaltungskostenabschlag (von max. 5%) erhoben wird und ob und wie lange der Patient an die Wahl des Kostenerstattungsverfahrens gebunden ist.

5. In vielen Fällen übernehmen Private Zusatzversicherungen für stationäre Krankenhausbehandlung (falls vorhanden) die Abschläge ganz oder teilweise. Die Einweisung des Arztes und die Kostenzusage der gesetzlichen Krankenversicherung sind dazu vor der Aufnahme bei der entsprechenden Versicherung einzureichen.

Weitere Informationen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen informieren auf den jeweiligen Webseiten über das Kostenerstattungsverfahren.

Einige Beispiele:

Techniker Krankenkasse

DAK

Gerne können Sie auch Kontakt mit uns aufnehmen, wir unterstützen Sie bei dem Verfahren mit Ihrer Krankenkasse! Hier finden Sie ein Musterschreiben zum Download.