Supervision für Patienten

Supervision (lateinisch: Beobachtung) ist ein auf das Arbeits- und Berufsleben zugeschnittener professioneller Beratungsansatz, mit dessen Hilfe Schwierigkeiten und Probleme, die sich aus der beruflichen Interaktion (z. B. zwischen Therapeut und Patient) ergeben, aufgedeckt werden sollen. Ziel ist es, eine Verbesserung der beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Supervisanden (hier = Patienten), aber auch seiner persönlichen Ressourcen, herbeizuführen. Zentrales Element dieses Beratungs-prozesses ist die Reflexion. Die Teilnehmer werden dabei unterstützt, Klärung und Entwicklung auf Basis eigener Erkenntnisse zu erreichen.

Supervision ist in allen Berufen nötig, in denen Beziehungsarbeit geleistet wird, und stellt heute meistens eher die Regel als die Ausnahme dar. Da in unserem Klinikalltag auch die Patienten Beziehungsarbeit leisten müssen, und zwar mit anderen Patienten, den behandelnden Therapeuten (und streng genommen auch mit sich selbst), möchten wir dieser Art der Beratung in einer „Supervision für Patienten“ Raum geben.

Ziele der Supervision für Patienten:

  • Benennung von Problemen oder Schwierigkeiten im Klinikalltag
  • Finden von individuellen Lösungsmöglichkeiten
  • Nutzen von Ressourcen der anderen Gruppenteilnehmer
  • Persönliches Wachstum der Patienten durch aktive Problembewältigung

Zeiten:

Gruppe 10 bis 14 Jahre:
montags bis donnerstags 13:30 Uhr bis 14:15 Uhr

Gruppe 15 bis 21 Jahre: 
montags bis donnerstags 14:15 Uhr bis 15:00 Uhr

Die Teilnahme an den Gruppen ist verpflichtend.

Eine offene Sprechstunde wird ebenfalls angeboten, falls Gesprächsbedarf auftritt, der außerhalb einer Gruppe bearbeitet werden soll. Die offene Sprechstunde ist dementsprechend freiwillig.

Offene Sprechstunde:

täglich von 12:30 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 15:45 Uhr

Was wurde durch unsere Patienten in der Klinik initiiert

2013

Kalenderwoche 35
Auf Wunsch der Patienten wurden die Fernseher im Foyer und in der Mensa mit SKY ausgestattet, damit auch während des Aufenthalts sportliche Events verfolgt werden können.

Kalenderwoche 33
Durch die Initiative der Patienten wurde nun ein weiteres Mineralwasser in das Sortiment aufgenommen, um sämtliche geschmacklichen Vorlieben abzudecken.

Kalenderwoche 32
Um dem Bewegungsdrang und den Vorlieben der Patienten gerecht zu werden, wurden eine Tischtennisplatte, -schläger sowie -bälle angeschafft, welche sehr intensiv von den Patienten genutzt werden.


Kalenderwoche 11
Auf Wunsch der Patienten werden von nun an im Therapiezentrum Getränke wie Tee, Wasser und Apfelschorle sowie frisches Obst angeboten, da dies die Arbeitsatmosphäre noch einmal deutlich verbessere.

Kalenderwoche 10
An sämtliche Türen auf der Station wurden an den Wänden hinter den Türen der Patientenzimmer Leisten angebracht, um eine Geräuschbelästigung von nun an zu verhindern.

Kalenderwoche 3
In Zusammenarbeit mit den Patienten wurden Feedbackbögen erstellt, um dem Bistro, das für das leibliche Wohl der Patienten zuständig ist, noch differenziertere Rückmeldung zu geben.

2012

Kalenderwoche 52
Nachdem sich die Patienten mehr weihnachtliche Atmosphäre gewünscht haben, findet nun Wichteln mit selbstgebastelten Wichtelgeschenken statt. Außerdem gibt es Heiligabend ein Fondue, es werden ausgewählte Weihnachtsfilme in diesen Tagen angeschaut. Weiterhin werden Plätzchen von den Patienten gebacken und gemeinsam ein Tannenbaum geschmückt.

Kalenderwoche 45
Auf Wunsch der Patienten findet die Supervision zurzeit in einer großen Gruppe altersübergreifend statt. Des Weiteren soll von den Patienten bei Bedarf eine Bedürfnisliste (z. B. „Weihnachtsbacken“, Dekoration basteln, Schlittschuhlaufen, etc.) erstellt werden, die dann bis zum jeweiligen Donnerstag zur weiteren Planung an das Behandlungsteam gegeben werden kann.

Kalenderwoche 30
In dieser Woche wurden Belüftungsanlagen der Patientenzimmer mit zusätzlichen Schalldämpfern ausgestattet. Die Geräuschübertragung zwischen den Zimmern ist nun zur Zufriedenheit der Patienten deutlich gemindert.

Kalenderwoche 27
Auf Wunsch einiger Patienten soll ein Koch- und Backduell stattfinden, das bei genügend Teilnehmern auch zu einem Turnier ausgeweitet werden soll. Eine Jury – bestehend aus Patienten und einigen Behandlungsteammitgliedern – soll dann durch Punktevergabe die Gerichte bewerten.

Kalenderwoche 26
Auf Wunsch der Patienten fand in dieser Woche ein Hamburgerbuffet statt, bei dem die Patienten im Rahmen des Abendessens selbst ihre Hamburger zusammenstellen konnten.

Kalenderwoche 25
Ein großer Teil der Patienten wünscht sich, zusätzlich zum nachmittäglichen Spazierengehen alternativ ein Sportangebot wählen zu können. Auf diesen verstärkten Bewegungsdrang wird diese Woche zeitnah eingegangen.

Kalenderwoche 24
Auf Wunsch der Patienten, mehr therapeutische Gruppen zu verschiedenen relevanten Themen zu besuchen, wird seit dieser Woche eingegangen. Nach zwei Sitzungen zur Themenfindung und Gruppenbildung finden nun drei Mal die Woche zusätzlich diese Gruppengespräche statt.

Kalenderwoche 23
Es werden weitere Sitzsäcke für den Entspannungsraum bestellt. Außerdem werden Gitterboxen für Bad- und Hygieneutensilien der Patienten bestellt, um die Reinigung der Ablageflächen zu erleichtern. Die Zeiten für die Reinigung der Zimmer seitens des Reinigungsteams wurden noch ein weiteres Mal angepasst und werden nun den Wünschen der Patienten, aber auch denen der reinigenden Mitarbeiter gerecht.

Kalenderwoche 22
Dank eines Beauftragten im Behandlungsteam, der sich um die Belange der Patienten bezüglich des Reinigungsteams kümmert, kann nun durch direkte und zeitnahe Kommunikation noch besser auf die Wünsche und Anmerkungen der Patienten diesbezüglich eingegangen werden.


Kalenderwoche 21
Die tägliche Reinigung der Patientenzimmer ist auf Wunsch der Patienten auf einen späteren Termin verlegt worden.

Die jeweiligen Beauftragten für die Versorgung der Kaninchen (Behandlungsteam und Patienten) bauen zur Zeit einen größeren und stabileren Auslauf.

Kalenderwoche 18
Das Spielzimmer soll von den Patienten zeitnah als Aufenthaltsraum genutzt werden können, da es die besten Voraussetzungen bietet. Dafür erforderliche Sitzsäcke werden angeschafft.

Mit Einverständniserklärung der Eltern dürfen Patienten unter 16 Jahren von nun an auch Kaffee trinken. Rahmenbedingungen wie Menge und Uhrzeit sollten dabei geklärt werden.

Kalenderwoche 16
Um den aktuellen Bedürfnissen der Patienten hinsichtlich der Speisen gerecht zu werden, melden diese zukünftig einmal im Monat einen Wunschplan. Weiterhin wird generell zum Abendessen eine Spezialität (Rohkostplatte, Salat, Antipasti, etc.) angeboten. Hat ein Patient während des Klinikaufenthalts Geburtstag, kann dieser ein Wunschessen äußern, welches dann im Verlauf der Woche als Angebot für alle Patienten zur Wahl steht.

Seit dieser Woche können die Patienten in den fünf Kategorien „Kompetenz im Umgang mit der Krankheit“, „Souveränität im Tief“, „Umgang mit anderen“, „Selbstreflexion“ und „Humor“ zum Patienten der Woche gewählt werden und bekommen einen Button.

Auf Initiative der Patienten wurden Abonnements für die Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Geolino und eine lokale Tageszeitung angefragt.

Zur Zeit sammeln die Patienten Ideen für ein Klinikmaskottchen.

Kalenderwoche 14
Um sicherzustellen, dass aktuelle Anliegen von Patienten beim Behandlungsteam ankommen, haben die Patienten nun die Möglichkeit, mit Pinnwandzetteln an einer zentral angebrachten Magnettafel ihre Anliegen anzupinnen.

Die Patienten befinden sich mitten in den Dreharbeiten zu einem Aufklärungsfilm über Selbstverletzendes Verhalten und dessen Auswirkungen.

Auf Wunsch der Patienten gibt es nun auch Koch- und Backgruppen nach 16 Uhr, damit die Patienten, die während des Vormittags die Schule besuchen, an diesen teilnehmen können.

Kalenderwoche 13
Die Patienten haben den Wunsch nach Erprobungen bestimmter Fragestellungen außerhalb des Klinik- oder Schulgeschehens. Daher finden nun häufiger mit der Realität konfrontierende Ausflüge statt. Auch die Anschaffung von Klinikfahrrädern gehört in diese Thematik und wurde passend zum frühlingshaften Wetter vor einigen Tagen umgesetzt. Die Mobilgruppe beginnt nun um 12 Uhr statt um 15 Uhr und wurde mit neuen Inhalten gefüllt wie beispielsweise Badminton, Seilspringen, Aerobic. Auf Wunsch der Patienten gibt es nun eine größere und breitere Obstauswahl. Weiterhin erleichtert nun ein neues Formular die Ausarbeitung und Nachbesprechung aktueller, persönlich relevanter Therapieaufgaben in der Therapiezentrumzeit.

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